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Kaisertreuer Schöneberger – Reinhold Begas

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Nach dem zweiten Weltkrieg begann die politisch gewollte Zerstörung der Monumente der preußischen Monarchie in Ost- und Westdeutschland. Die Zerstreuung seines Nachlasses unmittelbar nach seinem Tod trug außerdem dazu bei, dass Begas in Vergessenheit geriet.

Reinhold Begas wurde als Sohn einer Künstlerfamilie 1831 in Schöneberg geboren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Berliner Akademie und arbeitete danach von 1848 bis 1855 im Atelier von Christian Daniel Rauch. Nach Aufenthalten in Rom und Weimar kehrte er nach Berlin zurück und lehrte an der Berliner Kunstakademie.

Er war in Berlin und ganz Deutschland bekannt, sein Gesicht prangte auf Kaffee- und Zigarettenwerbung. Und Berliner Illustrierte Zeitungen wählten ihn zum „bedeutendsten Deutschen des ausgehenden Jahrhunderts“. Zu seinen aufwändigsten Werken zählen Denkmäler für Kaiser Wilhelm I. und Bismarck (am Großen Stern), zu seinen populärsten unzählige Porträtbildnereien von prominenten Honoratioren und zu seinen besten die Sarkophage Kaiser Friedrichs III. und dessen Frau Viktoria (im Mausoleum der Friedenskirche in Potsdam).

1911 starb er verbittert, nachdem der unter seiner Leitung entstandene Skulpturenpark in der Siegesallee von Kritikern verrissen worden war und er dadurch auch bei Hofe in Ungnade fiel. Reinhold Begas ist auf dem Alten Kirchhof der Zwölf-Apostel-Gemeinde in der Schöneberger Kolonnenstraße beigesetzt (Abt.2-7-13/14).

 

Bildnachweis: Wikipedia, Foto von Jacob Hilsdorf (1872 - 1916)

 

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