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Wie aus Helmut Neustädter Helmut Newton wurde

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Bald hatte er  wieder zu Deutschland Kontakt aufgenommen, besonders jedoch zu seiner Geburtsstadt Berlin, die er trotz der schlechten Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus als seine Heimatstadt betrachtete und liebte. Noch zu seinen Lebzeiten gründete er die Helmut Newton Stiftung, die den Zweck verfolgt, die fotografischen Werke  von Helmut und June Newton, seiner Frau, zu präsentieren, zu wahren, zu schützen und in vertraglicher Absicherung mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im ehemaligen Landwehrkasino in der Jebensstraße am Bahnhof Zoo Ausstellungen durchzuführen. Er freute sich darüber, dass die Stiftung gerade in diesem Haus Platz fand, weil er dieses Gebäude als eines der letzten bei seiner Flucht aus Berlin 1938 vom Zug aus gesehen hatte. Nach seinem tragischen Unfalltod 2004 eröffnete seine Witwe mit der Ausstellung der als Schenkung an die Staatlichen Museen Berlin übertragenen Bildsammlung ihres Mannes das Museum für Fotografie; in  dem Haus, in dem auch die Newton Stiftung ihren Sitz hat.

Newtons Wunsch war es, in seiner Geburtsstadt Berlin beigesetzt zu werden. Seine Grabstelle liegt nur wenige Meter vom Ehrengrab von Marlene Dietrich entfernt auf dem III. Städtischen Friedhof an der Stubenrauchstraße in Friedenau und  zeigt sein Foto. Auf der Trauerfeier mit vielen prominenten Gästen gab ihm seine Witwe seine Lieblingskamera mit ins Grab und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fand, nachdem „Mackie Messer“ erklungen war, berührende Worte für den zu Lebzeiten teuersten Fotografen der Welt, der noch kurz vor seinem Tod über seine tausend schönsten Bilder gesagt hatte: „..wenn wir abgekratzt sind, kommt alles nach Berlin!“.

 

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