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Friedrich Justus Perels - ein Platz in Friedenau benannt nach einem Widerstandskämpfer

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Als Perels merkt, dass der Nazi-Diktatur mit juristischen Mitteln nicht mehr beizukommen ist, erweitert er Ende der dreißiger Jahre sein Engagement um den bewussten Kampf gegen die politische Struktur des Hitlerregimes. Während er sich weiter für die Opfer der Diktatur, insbesondere rechtlos Verurteilte, einsetzt, arbeitet er für den Widerstandskreis um Generaloberst Beck an Fragen zur Neugestaltung der Beziehung zwischen Kirche und Staat für die Zeit nach der Diktatur.

Im Zusammenhang mit dem Attentat  gegen Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er „wegen Nichtanzeige ihm bekannter Umsturzpläne und wegen seiner illegalen Tätigkeit für die Bekennende Kirche“ verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und kurz vor Kriegsende am 13.4.1945 ohne Vollstreckungsbefehl von einem Sonderkommando der SS erschossen. Sein Sohn Joachim Perels schließt einen Bericht über den Widerstand seines Vaters gegen die NS-Despotie mit dessen Worten nach dem gescheiterten Attentat des 20. Juli, dessen Gelingen er als Mitverschwörer dringend erwartet hatte: “Es fallen so viele im Kampf für dieses System. Ich finde es besser, man fällt im Kampf gegen dieses System.“


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