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Friedenau räumt auf – eine Aktion zum Frühjahrsputz auf Friedenaus Straßen und Plätzen

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Der erste Bürger-Frühjahrsputz in Friedenau im April 2011 war ein großer Erfolg (siehe unten). Und erst der Anfang - denn seitdem gibt es jedes Jahr einen "Putz"-Tag im Rahmen der Berliner Engagement-Woche, seit 2012 organisiert von wirBerlin e.V., einer Initiative für bürgerschaftliches Engagement (aktuelle Infos finden Sie auf www.wir-berlin.org).

 
Berlin - unsere saubere Stadt - Button zum Aktionstag am 09.04.11 mit Hund Emil


Am 9. April 2011 haben über 150 Friedenauerinnen und Friedenauer gemeinsam angepackt und in Friedenau einen Frühjahrsputz veranstaltet. Bereits einige Tage zuvor hatten 174 Schüler der Stechlinsee-Grundschule und ihre Lehrer ihr Schulgelände und die angrenzenden Straßen gereinigt, Baumscheiben gesäubert und bepflanzt.

Aber warum das Ganze? Friedenau ist einer der schönsten Kieze in Berlin – und damit nicht nur Anziehungspunkt für viele Berlinbesucher, sondern auch für uns als Wohn-, Geschäfts- und Lebensumfeld. Aber schon seit einiger Zeit ist eine gewisse Tendenz zur Verwahrlosung auf Berlins Straßen zu beobachten – auch in Friedenau.  Das fängt mit der achtlos weggeschnippten Kippe an und hört mit der beiläufig fallengelassenen Tüte vom Bäcker, wenn das Brötchen aufgegessen ist, oder den Hinterlassenschaften unserer Vierbeiner noch lange nicht auf – als ginge so manchen die eigene Umgebung nichts an. Und wozu ist schließlich die BSR da?


Aus Coffee-to-go wird „Becher-to-throw“.


09.04.2011, 10 Uhr, Treffpunkt für alle Teilnehmer auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz

Dem wollten das Stadtgespräch Berlin, ein ehrenamtlicher Gesprächskreis für bürgerschaftliches Engagement unter dem Dach der Stiftung Zukunft Berlin,  und das Friedenau-Netzwerk mit der Aktion „Friedenau räumt auf“ entgegenwirken. Ziel war es, den Gemeinsinn zu stärken und nicht etwa, der BSR, die die Aktion von Anfang an unterstützt hat, die Arbeit abzunehmen. Denn die Verantwortung für unser Lebensumfeld, auch für saubere Straßen,  fängt bei jedem Einzelnen an.
(Die Aktion in Friedenau soll nicht die einzige gewesen sein: „Friedenau räumt auf“ war die Auftaktveranstaltung für den berlinweiten Aktionstag „Berlin räumt auf“ am 17. September 2011 im Rahmen der Berliner Engagement-Woche. )

Am Morgen des 09.04. war es dann soweit: Alle Teilnehmer trafen sich um 10 Uhr auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz, wo sie von Mitarbeitern der BSR mit Greifern, Harken, Handschuhen, Müllsäcken und Warnwesten für „Kehrenbürger“ ausgestattet wurden. Danach ging es los zu den jeweiligen Einsatzorten. Verschiedene Gruppen schwärmten aus zum Schillerplatz, Rennée-Sintenis-Platz, Varziner Platz, zum Rathaus Friedenau oder blieben gleich am Friedrich-Wilhelm-Platz und Umgebung. Auch die Mitglieder der Phillipus-Nathanael-Kirchengemeinde machten zahlreich mit und wurden unter anderem auf dem Grazer Platz aktiv. Ein Wagen der BSR begleitete die gesamte Aktion und sammelte den Müll an den verschiedenen Plätzen gleich ein.

Um 12:30 Uhr trafen sich die Teilnehmer dann vor dem Rathaus Friedenau zur Abschlussveranstaltung mit Dr. Volker Hassemer (Stiftung Zukunft Berlin), Bezirksbürgermeister Ekkehard Band, Rainhard Lange, Julia Wendt und Hendrik Haupt von der BSR, und Norbert Atzler, Vorstandsvorsitzender der PSD-Bank, die die Aktion mit einer Spende ermöglicht hat.

 


 

 

„Patenbäume gegen Hundekot“
Einer der Patenbäume gegen Hundekot der Schüler der Stechlinsee-Grundschule

Auch zwei Friedenauer Schulen haben bei „Friedenau räumt auf“ mitgemacht:  die Stechlinsee-Grundschule in der Rheingaustraße und die Friedrich-Bergius-Oberschule am Perelsplatz.   Die Schüler der Stechlinsee-Grundschule haben nicht nur auf ihrem Schulgelände saubergemacht, sondern sich auch die unmittelbare Umgebung „vorgenommen“ und für die von ihnen bepflanzten Baumscheiben Baumpatenschaften gegen Hundekot übernommen, während die Schüler der Friedrich-Bergius-Oberschule einen Teil des Perelsplatzes geputzt haben.

4,3 m3 Müll und drei alte Fernseher

Das Ergebnis von „Friedenau räumt auf“ kann sich dank des großartigen Engagements der Teilnehmer sehen lassen: Am Aktionstag wurden ca. 4 m3 Müll gesammelt (das entspricht etwa 11-12 vollen Kofferräumen), darunter auch drei (!) alte Fernseher.  

Wir möchten uns nochmals bei allen „Kehrenbürgern“, übrigens nicht nur aus Friedenau (ein Extra-Dankeschön an Dirk Rettschlag für die Bekanntmachung unserer  Aktion auf www.opencaching.de!), ganz herzlich fürs Mitmachen bedanken!

Eine Radioreportage, einen Kurzfilm und weitere Infos finden Sie auf Seite 3...

 


 

 

Die Teilnehmer von Friedenau räumt auf vor dem Rathaus Friedenau

 

 Mehr über „Friedenau räumt auf“:

  • Radioreportage Deutschlandradio Kultur: Johannes Nichelmann vom Deutschlandradio Kultur hat die Aktion am 09.04. begleitet und eine sechsminütige Reportage daraus gemacht. Hier können Sie sich die Reportage anhören (Mp3-Download, abspielbar mit allen gängigen Mediaplayern). Vielen Dank für die Zurverfügungstellung der Reportage!


Kennen Sie übrigens die Kinderseite im Tagesspiegel? Jeden Samstag wird dort ein Kind interviewt, eine der Fragen lautet: „Was gefällt Dir nicht an Berlin/Deiner Heimatstadt?“. Die Antwort ist ganz oft: „...dass viele einfach ihren Müll auf den Boden werfen.“

Silke Klimesch

 

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